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Geodateninfrastruktur
Schleswig-Holstein

© LVermGeo SH

Tag der GDI-SH 2017 in Kiel

Kurzbericht zum 6. Tag der GDI-SH in Kiel

Am 23. Februar 2017 fand der 6. Tag der Geodateninfrastruktur Schleswig-Holstein in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. In guter alter Tradition – 10 Jahre – wurde der GDI-SH-Netzwerk-Tag mit einem Motto versehen („GDI-SH – auf Kurs! Schon an Bord?“) und vom Organisationskomitee des Lenkungsgremiums GDI-SH vorbereitet.

Das Programm war gekennzeichnet durch die Schwerpunkte Digitale Agenda und Infrastruktur, INSPIRE-Umsetzungen, Copernicus und Automation sowie praktische Beispiele von Geodatenanwendungen in der GDI-SH. Begleitet wurde das Vortragsprogramm durch eine Ausstellung mit 23 Ausstellern aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft. Dr. Dirk Bornhöft (zentrales IT-Management der Staatskanzlei Schleswig-Holstein) nahm altbewährt die Moderation der Veranstaltung wahr und begrüßte die mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Audimax.

Besucher im Audimax GDI-SH-Tag 2017 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LVermGeo SH

Prof. Dr. Rainer Duttmann begrüßte die Anwesenden als Hausherr und verwies darauf, dass die Veranstaltung mit regionalem schleswig-holsteinischen Bezug auch national einen hohen Stellenwert durch seine Akzeptanz erlangt habe.

Den Auftakt der Vorträge gestaltete Thomas Losse-Müller, Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, mit der Digitalen Agenda. Er nahm die Zuhörer mit auf eine fesselnde Reise der Digitalisierung, die durch anschauliche Beispiele der Digitalen Nutzung konkret wurde. Er machte deutlich, dass Schleswig-Holstein bundesweit mit seinem Breitbandnetzausbau und der E-Akte an führender Position sei und dies den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein nachhaltig stärke und interessant mache für innovative Entwicklungen.

Herr Losse-Müller (CdS) hält den Eröffnungsvortrag GDI-SH-Tag 2017 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LVermGeo SH

Die Geodateninfrastruktur spiele hierbei eine wesentliche Rolle. Im Fokus der digitalen Agenda, so erläuterte er, stehe aber auch der Open Data-Ansatz. Daten müssen in die Nutzung kommen, hierzu sei, gerade im Bereich der Verwaltungsdaten, noch deutlich mehr Infrastruktur aufzubauen.

Amtsleiterin Cornelia Weber stellte anschließend das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein als den Partner in der GDI-SH sowie als zentralen Baustein der digitalen Agenda vor. Hierbei machte sie deutlich, dass amtliche Geodaten, die von der AdV bundesweit standardisiert werden, eine wichtige und unerlässliche Basis für die GDI seien. Das LVermGeo SH arbeite nachhaltig an diesen Standards und entwickle auch neue AdV-Produkte wie das True Orthophoto (TrueDOP) mit.

Frau Weber präsentiert das LVermGeo SH GDI-SH-Tag 2017 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LVermGeo SH

Über das Geodateninfrastrukturgesetz habe das LVermGeo SH eine neue Kernaufgabe bekommen. In diesem Bereich werde die Geschäftsführung des Lenkungsgremiums GDI-SH und der Aufbau und Betrieb der GDI-SH in Form der Zielarchitektur wahrgenommen. Weber machte auch deutlich, dass für eine funktionierende GDI auch Fachkräfte in Form von Geomatikern und Vermessungstechnikern auszubilden seien. Sie verwies noch auf die parallele Veranstaltung des 1. Netzwerk-Ausbildungsstellen-Treffens der GDI-SH und warb um Teilnahme.

Geodateninfrastruktur sei ohne Geodaten nicht vorstellbar, aber ohne technische Infrastruktur gar nicht erst umsetzbar. Insofern stellte Petra Ehmcke, Dataport, noch einmal die Relevanz eines leistungsstarken Rechenzentrums wie dem RZ² dar. Die Staatskanzlei ergänzte den Infrastrukturblock mit einem Beitrag zum weiteren Ausbau des Landesnetzes. Damit wird eine wichtige Netzwerkkomponente geregelt, die für eine Dienste-Nutzung von Geodaten und einen interoperablen Zugriff zwingend erforderlich ist.

Vorträge

I Zu den Vorträgen

(externer Link LVermGeo SH)

Die Koordinierungsstelle GDI-SH des LVermGeo SH stellte die Fortschritte beim Ausbau der GDI-SH vor. Die weiteren Meilensteine der INSPIRE-Umsetzung und Aktivtäten im Rahmen der INSPIRE-Fachnetzwerke wurden ebenso erläutert wie der Stand des migrierten DigitalenAtlasNord als zentrale, mobil nutzbare Präsentationskomponente und das im Dezember 2015 beschlossene Upload-Download-Portal der GDI-SH. Hierbei lag ein besonderer Fokus auf der INSPIRE-BRIDGE Schleswig-Holsteins, mit der INSPIRE-identifizierte Geodaten als Geodatendienste aus der Zielarchitektur bereitgestellt werden.

Ausstellung im Foyer des Audimax GDI-SH-Tag 2017 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LVermGeo SH

Einen großen Block nahm das Thema Copernicus, Fernerkundung und Automation (Dr. Ralf Gehrke – Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Dr. Christian Lucas, Nicole Ruhe – beide LVermGeo SH) ein. Die Anforderungen an Aktualität und Vollständigkeit von Geodaten steigen stetig. Die Copernicus-Daten stehen hierbei als kostenfreie Fernerkundungsdaten für jedermann zur Verfügung und sollten von geodatenhaltenden Stellen in Schleswig-Holstein mehr genutzt werden. Dr. Gehrke erläuterte die Inhalte und avisierte einen GDI-Workshop zum Thema Copernicus in der GDI-SH.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Vortragsblock mit praktischen Anwendungen aus der GDI-SH, die zeigten, wie GDI-Werkzeuge, Geodaten und Fachanforderungen gelungen umgesetzt werden können. Malte Schwanebeck (Zentrum für Geoinformation der CAU) stellte die Nutzung von Geodaten zur wissenschaftlichen Analyse der Wärmebedarfe in Schleswig-Holstein vor. Eine Optimierung der Jagdverwaltung mittels Informations- und Wissensmanagement präsentierte die Firma Disy.

Das Pilotprojekt „INSPIRE-Netzdienste für B- und F-Pläne“ (IP Syscon, Kreis Herzogtum Lauenburg, Amt Schlei-Ostsee, Koordinierungsstelle GDI-SH) legte dar, wie praktische GDI-Zusammenarbeit erfolgreich durchgeführt werden kann. Klaus Goede vom MIB machte den Abschluss und stellte den Stand zur Novellierung des Baugesetzbuches vor, welches künftig die digitale Bereitstellung von neuen B- und F-Plänen (in Befassung und rechtskräftige) sowie ein Landesportal für B- und F-Pläne vorsieht.

Besucher im Foyer des Audimax GDI-SH-Tag 2017 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LVermGeo SH

Der 6. GDI-SH-Tag war mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die bisher besucherstärkste Veranstaltung. Rund um die Vortragsblöcke und in den Pausen konnten angeregte Fach- und Netzwerkgespräche stattfinden. Die GDI-SH ist auf Kurs, das konnten wir am Donnerstag feststellen und unsere Frage „Schon an Bord?“ musste angesichts der großen Resonanz eigentlich nicht mehr beantwortet werden. Das Netzwerk GDI-SH lebt. Ein spannender Tag mit guten Gesprächen und tollem Catering ist das Resümee.

Was bleibt, ist der Dank an die Sponsoren, die die Kostenfreiheit des Tages möglich machen, und der Dank an die vielen unermüdlichen Helferinnen und Helfer aus dem LVermGeo SH, der Universität Kiel, dem MIB, dem MELUR, der Firma Kirchner EDV-Service als Hauptsponsor der diesjährigen Veranstaltung, der Firma Torresin & Partner, der Firma Komfit, dem Kreis Stormarn und der Staatskanzlei.

Wir freuen uns auf einen 7. Tag der GDI-SH 2019!

Bild: Segelboot auf dem Wasser © LVermGeo SH

Flyer zum Nachlesen

Kontakt:

Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein
Geschäftsstelle Lenkungsgremium GDI-SH
Mercatorstraße 1
24106 Kiel

Ansprechpartnerin: Frau Kathrin Borgwardt
Telefon: 0431 383-2878

TagDer.GDI-SH@LVermGeo.landsh.de (Betreff: Tag der GDI-SH)