Geodateninfrastruktur Schleswig-Holstein

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Digitaler Atlas Nord

Ziel

Im Rahmen der Internet-Strategie des Landes Schleswig-Holstein ist das Vorhaben "Digitaler Atlas Schleswig-Holstein" ins Leben gerufen worden. Es wird damit das Ziel verfolgt, Geofachdaten des Landes und des kommunalen Sektors für interne Zwecke und für die Öffentlichkeit mit Hilfe der Internet-Technologie zu präsentieren. Es bietet die Möglichkeit, unterschiedlichste frei wählbare Themen zu selektieren, in verschiedene Maßstabsbereiche hineinzuzoomen und zusätzliche Sachinformationen aufzurufen. Diese Präsentation in Kartenform - "was" gibt es "wo" in Schleswig-Holstein - ist ein wichtiger Baustein der im Aufbau befindlichen GDI-SH und als Infrastrukturmaßnahme zur Stärkung des Standorts Schleswig-Holstein anzusehen.

Historie

Am 11.05.2004 hatte sich der Arbeitskreis Geodaten dafür ausgesprochen, ein gemeinsames Portal für alle Landesdienststellen und Kommunen einzurichten, über das Geofachdaten unter Nutzung einer einheitlichen Software bezogen werden können. Der Zugriff auf die vorliegenden zentralen bzw. dezentralen Daten ist per OGC-Schnittstelle vorgesehen. Mit Beschluss der Lenkungsgruppe eGovernment wurde das Projekt "Digitaler Atlas Schleswig-Holstein" 2004 als gemeinsame Infrastrukturmaßnahme von Land und Kommunen in die eGovernment-Initiative "Schleswig-Holstein Online" aufgenommen. Für Landesdienststellen ist bei der Internet-Präsentation von raumbezogenen Daten und Themen auf Karten der Digitale Atlas zu nutzen, oder es ist eine Einbindung in dieses System zu gewährleisten. Dem kommunalen Sektor wurde empfohlen, ebenso zu verfahren.

Im Juni 2005 wurde der Arbeitskreis Geodaten mit der Realisierung beauftragt und gebeten, eine Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg anzustreben. Das Kooperationsangebot wurde von der Freien und Hansestadt angenommen, und es wurde ein gemeinsames Projekt (DigitalerAtlasNord - DANord) und eine gemeinsame Projektorganisation entwickelt. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass mit dem Projekt "GDI-MRH" für das Gebiet der Metropolregion Hamburg ein vergleichbares Werkzeug zur Verfügung gestellt wird und eine Abstimmung zwischen den Projekten erfolgt.

Leistungsumfang

Der DigitaleAtlasNord soll im Endausbau als Fachschale auf der technischen Plattform des Geoservers realisiert werden und den folgenden Leistungsumfang beinhalten:

Um den Zeitverzug beim Geoserver aufzufangen, sind in einem Prototypen seit September 2007 die Funktionalitäten und Technik des DANord hinreichend entwickelt und getestet worden. Auf Basis der ATKIS-Internetkarte als Hintergrund sind im ersten Anlauf exemplarisch die Daten des Behörden- und Dienststellenverzeichnisses des Landes Schleswig-Holstein, Radwege, Straßeninformationen und Orthofotos eingestellt und nach und nach um weitere Geodaten aus dem Bereich der Landesverwaltung und aus dem kommunalen Bereich und der Wirtschaft erweitert worden.

Im April 2010 ist dann der eigentliche DigitaleAtlasNord in einer Betaversion freigeschaltet worden. Die Anbindung an die technische Plattform des Geoservers konnte zwar noch nicht erfolgen, aber der vorgesehene Funktionsumfang ist weitestgehend realisiert. Auf dieser Basis sollen nun in der Praxis die letzten Feinheiten vorgenommen werden, bevor dann noch im Laufe dieses Jahres die eigentliche Freigabe des DANord erfolgt.

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